So hast du Socken noch nie gestrickt: Die SoN-Socke – meine einzigartige Sockenkonstruktion
- vor 3 Tagen
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Wenn ich meine SoN-Socke beschreiben müsste, würde ich bei einer einzigen Masche beginnen. Mehr braucht es nicht, um eine Socke entstehen zu lassen, die sich perfekt an den Fuss anschmiegt.
Meine Gedanken zur Entwicklung meiner SoN-Socke seit dem Jahr 2023 sind folgende: Bis heute fasziniert mich, wie aus einer einzigen Masche und einem Dreieck eine perfekt sitzende Socke entstehen kann. Genau das macht die SoN-Socke so besonders: Sie verlässt die klassischen Wegen des Sockenstrickens und entsteht aus einer völlig neuartigen Konstruktion, die eine aussergewöhnliche Passform sorgt.
Mein Ziel war es, eine Socke zu entwickeln, die sich dem Fuss optimal anpasst und sich beim Tragen wie eine zweite Haut anfühlt.
Das Ergebnis ist die SoN-Socke – eine Socke, die nicht nur spannend zu stricken ist, sondern auch durch ihren einzigartigen Sitz überzeugt.
Die GIGI-Socke – der Ursprung meiner Socken-Konstruktion
Besonders gut lässt sich meine Konstruktion an der GIGI-Socke erkennen:
Die kurzen Socken aus der GIGI-Kollektion entstehen auf eine spannende Strickart, denn sie entwickeln sich aus einem Dreieck.
Die schräge Strickrichtung an der Ferse sorgt dafür, dass die Socke am Fuss wie angegossen sitzt. Gleichzeitig prägt das klare, reduzierte Design das Erscheinungsbild der GIGI-Socke und der gesamten GIGI-Kollektion.
Ich liebe dieses cleane Aussehen, weil die Konstruktion selbst im Mittelpunkt steht. Die GIGI-Socke zeigt, dass Funktionalität und modernes Design wunderbar zusammenpassen.
Welche Maße brauche ich zum Stricken der SoN-Socke?
Bevor mit dem Stricken begonnen wird, werden drei Maße benötigt:
Fesselumfang (FesselU)
Spannumfang (SpannU)
Schuhgrösse
Diese drei Angaben bilden die Grundlage für die individuelle Passform.
Mindestens genauso wichtig ist jedoch die Maschenprobe. Tatsächlich ist die Einhaltung der MaPro der wichtigste Faktor für den perfekten Sitz der Socke. Nur wenn die Maschenprobe stimmt, kann die Konstruktion ihre volle Wirkung entfalten und die Socke sitzt später genauso, wie ich sie geplant habe und zwar wie eine zweite Haut.
Wichtige INFO: Die GIGI-Socke ist in zwei Garnstärken berechnet. Wenn du die Konstruktion kennenlernen möchtest, kannst du schneller mit einer Lauflänge von 300 m die GIGI-Socke nacharbeiten. Wenn du eine klassische Stärke von 400 m pro 100 g bzw. 4-fädig bevorzugst, wirst du auch diese in der Anleitung finden.
So entsteht die SoN-Socke in 6 Schritten
Die Konstruktion beginnt mit etwas, das viele Strickerinnen und Stricker zunächst überrascht: dem Anschlag einer einzigen Masche.
Durch gezielte Zunahmen entsteht daraus zunächst ein Dreieck.
Anschliessend wächst daraus ein Dreieck mit Keil. Schon in dieser frühen Phase werden die Grundlagen für die spätere Passform gelegt.
Danach wird die Arbeit zur Runde geschlossen. Die Ferse forme ich mit verlängerten Reihen (Achtung: Bitte nicht mit den verkürzten Reihen verwechseln!). Dabei entsteht die charakteristische schräge Strickrichtung, die für den aussergewöhnlichen Sitz der Socke verantwortlich ist.
Danach wird der benötigte Spannumfang durch zentrierte Abnahmen erreicht.
Anschliessend wird die gewünschte Fusslänge wie gewohnt in Runden gestrickt.
Den Abschluss bildet eine anatomisch passende Spitze. Durch die unsymmetrische Bandabnahme entstehen eine linke und eine rechte Socke – genau wie es die natürliche Form unserer Füsse vorgibt.
Die technische Zeichnung in der Anleitung führt dich sicher durch das Projekt und zeigt dir, wie die 6 Arbeitsschritte im Detail an der Socke stattfinden:

Die GIGI-Socke auch mit langem Schaft
Wenn du dich fragst, ob du die SoN-Socke auch mit einem langen Schaft stricken kannst, kann ich dir ganz klar sagen: Ja, das ist möglich.
Die Konstruktion der GIGI-Socke mit einem langen Schaft ist im oberen Bereich zwar minimal anders, aber genau dafür gibt es eine kostenfreie Aufbau-Anleitung.
Damit kannst du zuerst den höheren Schaft stricken und anschliessend wieder in die GIGI-Socke-Anleitung übergehen.
So bleibt die besondere SoN-Konstruktion erhalten, und du kannst gleichzeitig zwischen kurzer und langer Variante wählen – je nachdem, welche Passform du bevorzugst.
Warum meine SoN-Socke anders sitzt
Bei der Entwicklung der SoN-Socke habe ich mich intensiv mit der Form des Fusses beschäftigt. Klassische Sockenkonstruktionen orientieren sich oft nur begrenzt an der Anatomie. Ich wollte einen anderen Weg gehen.
Mein Ziel war es, eine echte Haute-Couture-Socke zu kreieren – individuell angepasst, anatomisch durchdacht und mit einer Passform, die man spürt.
Die schräge Strickrichtung im Fersenbereich, die individuelle Anpassung über Fessel- und Spannumfang sowie die anatomische Spitze sorgen gemeinsam dafür, dass die Socke nicht nur gut aussieht, sondern sich auch aussergewöhnlich angenehm trägt.
Viele Strickerinnen berichten mir, dass sie nach ihrer ersten SoN-Socke überrascht sind, wie gut sich diese Konstruktion an den Fuss anschmiegt.
Genau dieses Tragegefühl war mein Ziel: Eine Socke, die sitzt, ohne einzuengen, und die sich fast wie eine zweite Haut anfühlt.
Warum die SoN-Socke mehr ist als eine klassische Socke
Die GIGI-Socke war der Anfang meiner Reise in die Welt der innovativen Sockenkonstruktionen. Inzwischen ist ein weiteres Modell entstanden, das auf denselben Grundprinzipien basiert und die Möglichkeiten der SoN-Technik immer wieder neu interpretiert.
Was jedoch alle Modelle verbindet, ist die Idee, Sockenstricken neu zu denken – angefangen bei einer einzigen Masche bis hin zu einer perfekt sitzenden Socke.
Für mich ist die SoN-Socke weit mehr als nur eine Konstruktion. In ihr verbinden sich meine Kreativität, meine Leidenschaft für ausgeklügelte Stricktechniken und der Wunsch nach höchstem Tragekomfort – auf eine Weise, die ich bei klassischen Sockenkonstruktionen nie gefunden habe.
Und genau das macht für mich den besonderen Zauber der SoN-Socke aus.
Für wen ist die SoN-Socke geeignet?
Bis zu meiner eigenen Socken-Konstruktion war ich selbst keine klassische Sockenstrickerin. Gerade deshalb war es mir wichtig, eine Anleitung zu entwickeln, die sowohl erfahrene SockenstrickerInnen anspricht als auch EinsteigerInnen - ohne klassisches Sockenwissen - einen verständlichen und gut nachvollziehbaren Einstieg in diese besondere Konstruktion ermöglicht.
Wenn du Lust hast, etwas Neues auszuprobieren, kann ich dir diese Anleitung sehr ans Herz legen. Und falls du bisher wenig Freude am Sockenstricken hattest: Diese Konstruktion ist logisch aufgebaut, dass sie Schritt für Schritt verständlich wird und das Sockenstricken für dich interessant macht.

Ich hoffe, dir hat das heutige Thema "Socken stricken nach SoN-Art" in diesem Beitrag gefallen.
Wenn du noch andere meiner Strickkonstruktionen ausprobieren möchtest, empfehle ich dir den Beitrag "Gestreiftes Top stricken: Warum schräge Streifen so besonders wirken" bei mir im Blog.
Und nun viel Freude beim Ausprobieren meiner SoN-Socken-Konstrukion!
Sende dir ganz herzliche Strickgrüße
Irina


























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